Als Zweiter der Quali in Heidingsfeld im Mai hatten wir den Startplatz in der ÜBOL leider noch nicht sicher, da nur der 1. direkt qualifiziert war. Somit musste die mA am 25. Juni nochmal ran. Das Losglück meinte es nicht gut mit uns. Wir mussten nach Altenkunstadt, eine Anfahrt von über 160 km. Darüber hinaus war der Kader durch Verletzungen und anderweitige Abwesenheiten auf 8 Spieler reduziert – ohne etatmäßigen Torwart, und ohne Kreisläufer. Dafür wieder mit Unterstützung der B-Jugend, ohne die wir nicht mal einen vollständigen 7er-Kader hätten stellen können.

Zum Glück hatten wir nicht gleich das erste Spiel, und es war diesmal auch nur eine 3er-Gruppe. Außerdem sah die Auswechselbank bei den anderen zwei Teams nicht wirklich besser aus (7 bzw. 9 Spieler). Da der Letzte dieser Quali-Runde in der ÜBL antreten würde, lag eine Menge Druck auf den dünn besetzten Mannschaften.

Archivbild  

Im ersten Spiel ging es gegen den Sieger aus der 1. Partie, die SG Helmbrechts/Münchberg. Die hatten zwar schon eine Partie gespielt, konnten aber dank des Sieges im 1. Spiel etwas befreiter aufspielen. Da Michel ins Tor ging, übernahm Marc die Mitte, Gabriel halblinks, Jacob halbrechts, die Außen Ben und Moritz, und am Kreis Tom, als Notlösung. Gegen die offensive Abwehr, Helmbrecht/Münchberg spielte ähnlich wie die SG Stadeln-Eltersdorf eine 3 2 1, hatten wir im Angriff unsere Probleme. Auch weil die Mannschaft in dieser Konstellation noch nicht zusammengespielt hat. Trotzdem konnten wir lange mithalten, auch wenn Jacob schon früh zwei 2-Minuten-Strafen bekam und danach erstmal nicht mehr zum Einsatz kam, um die dritte 2-Minuten-Strafe und damit Rot zu vermeiden. Erst gegen Ende der 1. Halbzeit konnte sich die SG etwas absetzen, zur Pause stand es 13:11. Anfang der 2. Halbzeit mussten wir 2-mal in Unterzahl spielen, das nutze der Gegner und baute seine Führung auf 4 Tore aus (18:14).

Danach wurde von unserer Seite zu schnell der Abschluss gesucht, so dass wir, selbst in Überzahl, nicht nähre herankamen. Im Gegenteil, die SG zog weiter davon, nach einem 5:0 Lauf war der Vorsprung Mitte der zweiten Halbzeit sogar auf 8 Tore angewachsen. Damit war das Spiel entschieden und die SG gewann auch das 2. Spiel mit 28:22.

Michel hatte mit 30% eine ordentliche Quote im Tor. Bei uns haperte es eher im Angriff (gerade einmal 50% Effektivität – nicht mitgerechnet die technischen Fehler). Auch in der Abwehr merkte man das fehlende gegenseitige Verständnis, so dass vor allem über den Rückraum links immer wieder Tore erzielt bzw. gute Ablagen an den Kreis oder auf Außen gespielt werden konnten.

Somit ging es für Kunstadt und uns im letzten Spiel um Alles. Der Gewinner tritt in der ÜBOL an. Michel spielte diesmal im Feld. Obwohl die Kunstädter einen angeschlagenen Spieler hatten, der öfters im Angriff einfach hinten in der Abwehr stehen blieb. Kunstadt war somit häufig in Unterzahl im Angriff, zeigte jedoch, dass man als eingespieltes Team viel bewegen kann: 0:3 (4. Minute), 1:5 (9. Minute), 6:10 (15. Minute), 7:12 (17. Minute). Unsere Abwehr, die so noch nie zusammengespielt hat, passte es nicht, und im Angriff war Moritz nicht mehr so treffsicher wie in der 1. Partie. Insgesamt brachte uns der starke Torwart von Kunstadt immer wieder zur Verzweiflung, so dass es einer absoluten Dummheit der Kunstädter bedurfte, dass wir wieder ins Spiel finden durften. Ende der 1. Halbzeit foulte ein Kunstädter beim Tempogegenstoß Moritz von hinten, die glatt rote Karte war berechtigt. Da Kunstadt keinen Spieler mehr auf der Bank hatte, spielten wir die komplette 2. Halbzeit in Überzahl. Und das machte sich anfangs auch bemerkbar. Bis zur Halbzeit kamen wir auf 11:13 ran und in der 3. Minute der 2. Halbzeit glich Michel erstmals aus (13:13). Was danach passierte, war unverständlich. Wieder wurden zu schnell Abschlüsse gesucht, teilweise katastrophale Pässe gespielt, so dass sich die immer noch in Unterzahl befindlichen Kunstädter, wieder gestützt auf den starken Torwart, der unter anderem einen 7m in dieser Phase parierte, mit 13:18 absetzen konnten. Danach kamen wir langsam wieder heran. Bei Kunstadt merkte man nun immer mehr die Belastung durch Unterzahl an, trotzdem dauerte es fast 8 Minuten, bis Marc das 18:19 erzielte und uns wieder auf Schlagdistanz brachte. Eine erneute Dummheit der Kunstädter, wie zu Ende der 1. Halbzeit ein Foul von Hinten im Tempogegenstoß, führte zur 2. glatt roten Karte der Partie, und zum 19:19 Ausgleich. Dabei wurde Marc schwer verletzt und war damit Marc endgültig aus dem Spiel. Trotz doppelter Überzahl gelang uns nur noch ein Treffer, genauso wie dem Gegner. Wobei es am Ende nochmal fahrig wurde. Ein Tempogegenstoß beim Stand von 20:20 wenige Sekunden vor Schluss wurde vom Kunstädter Torwart wieder entschärft. So ging es in’s 7m-Werfen, wo der Kunstädter Torwart wieder stark war: Ben, Gabriel, Jakob, alle scheiterten. Da Michel, der für’s 7m-Werfen wieder in’s Tor ging, den 1. Wurf hielt, und Kunstadt danach 2x den Pfosten traf, war es mit Moritz der 7. Werfer, der als Erster das Tor traf. Michel hielt danach, und verwandelte selbst, so dass wir mit einem 2:0-Sieg im 7m-Werfen am Ende den ÜBOL-Startplatz klarmachten.

Für die TG Höchberg spielten:

Michel Stamm (6), Ben Klingenmeier (3), Moritz Musick (15/3), Gabriel Albert (6), Tom Lerzer (3) Marc Zimmermann (9), Jakob Kaupp

Das Minimalziel der Quali-Runde, ÜBOL, wurde erreicht. Das WIE wird mal besser ausgeblendet. In den Sommermonaten bis zum Beginn der Runde werden wir vor allem am Zusammenspiel und an der Treffsicherheit arbeiten, um eine vernünftige ÜBOL-Runde spielen zu können.

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