Aus der Not eine Tugend machen

Der Nordcup ist sozusagen das Final 4 der D-Jugend mit den Meistern der vier höchsten nordbayrischen Ligen. Ausgespielt wird somit der nordbayrische Meister, die höchste Meisterschaft in der D-Jugend. Durch die Meisterschaft unserer D2 Mädels hatten wir uns souverän qualifiziert, da wäre es naheliegend, hier auch ein Wörtchen mitreden zu wollen. Leider kam es anders, so dass wir aus der Not eine Tugend machten und den Nordcup sozusagen als Trainingseinheit unserer jüngeren Mannschaft nutzten, die ja auch Meister ihrer Liga wurden.

Da unser älterer Jahrgang in der gleichen Schule ist (und dort durchaus auch erfolgreich Handball spielt), mussten sie natürlich auch alle am schulpflichtigen Skikurs teilnehmen und standen somit vollständig nicht zur Verfügung. Zusätzlich ereilten uns noch kurzfristig zwei weitere krankheitsbedingte Absagen aus den verbliebenen Meisterinnen, so dass wir komplett umplanen mussten. Wir entschieden uns, den Nordcup zu nutzen, den jüngeren jahrgang auf die Aufgaben der kommenden Saison vorzubereiten und traten bis auf eine verbliebene Spielerin komplett mit dem jüngeren Jahrgang (aber natürlich den stärksten verfügbaren Mädels) an, sogar mit einer Verstärkung aus der E-Jugend.

TS Coburg - TG Höchberg 12:9
TG Höchberg - HC Erlangen 11:39
TG Höchberg - JSG Fürther Land 4:22

Uns war bewusst, dass wir hier diese deutlichen Niederlagen einfahren werden, aber das heißt ja nicht, dass die Mädels hier nicht mit erhobenen Hauptes sich zu beweisen versuchen können. Körperliche Unterlegenheit kennen sie und können bis zu einem gewissen Grad damit umgehen, daran arbeiten und von den Gegnern lernen und sich ausprobieren. Hierbei kamen einige gute Aktionen heraus, die Tore haben sich breit über die Mannschaft verteilt. Und letztendlich waren auch alle stolz auf ihre Leistungen und sich hier mal wieder mit den besten Spielerinnen Bayerns messen zu können. Es gehört schon einiges dazu, sich bei der Überlegenheit der Gegner sich nicht demoralisieren zu lassen und drei Spiele mit voller Kraft dagegen zu halten - immer mit dem Bewusstsein, dass diese Kraft in den meisten Fällen nicht reicht.

Vielleicht kann diese Mannschaft nächstes Jahr ja wieder dabei sein - wer weiß, für was diese Erfahrung gut ist!

Ein Dank an die (nichtmitspielenden) Gastgeber der Weidhausen-Ebersdorf für die tolle Organisation und die Gegner für ihren respektvollen sportlichen Umgang mit unserer Situation! Durch das Unentschieden im ersten Spiel der Favoriten im "vorgezogenen Endspiel" (Erlangen gegen Fürth) waren auch für beide Teams im Spiel gegen uns das Torverhältnis wichtig, so dass keine Mannschaft gegen uns mit halber Kraft agierte.

Stolz auf den Einsatz können sein

Mara, Petra, Annika, Liah, Pauline, Carlotta, Anni, Lotti, Maira und unser Edeljoker Matthilda